Ein Gemälde mit drei Ecken…

Das ist zugegebenermaßen auch bei uns eher selten:
Ein Gemälde im Dreiecks-Format soll eingerahmt werden. Da war erst einmal zu klären, wie wir das technisch lösen. Denn unsere Doppelgehrungssäge kann nur im 45° Winkel schneiden.
Aber schnell konnten wir das Problem mit einem Anruf beim Bilderleistenhersteller beheben. Das Traditionsunternehmen SPAGL hat den ausgesuchten Bilderrahmen für uns, auf ein dreieckiges Format, zugeschnitten. So konnten wir den Rahmen -nicht nur farblich- perfekt an das Gemälde anpassen.

Ein Gemälde im dreiecken Rahmen

Spiegelrahmen auf Maß

Wer einen schönen Spiegel sucht, muss nicht nach vorgefertigten Spiegeln schauen, sondern man kann sich diesen auch auf Maß in der gewünschten Rahmenleiste herstellen lassen. So muss man keine Kompromisse bei Rahmenprofil oder Spiegelgröße machen.
Ein Spiegel ist wie ein Möbel, das unauffällig in die Einrichtung integriert werden kann. Oder aber, man setzt absichtlich einen starken Kontrast zum restlichen Interieur und erhebt den Spiegel zum markanten Einzelstück.

Prinzipiell lässt sich fast jede Bilderleiste als Spiegelrahmen verarbeiten. Lassen Sie sich hierzu von uns beraten. Es gibt unzählige Möglichkeiten, mit Format und Rahmen zu spielen.

Um die endgültige Größe abschätzen zu können, hilft es manchmal Zeitungspapier in verschiedenen Größen an die Wand zu hängen, um die verschiedenen Proportionen abzuschätzen.
Wichtig ist auch die Qualität des Spiegels, so darf das Glas nicht zu dünn sein, sondern die Dicke des Spiegels muss auf die Größe abgestimmt sein. Dabei können wir Ihnen Spiegel mit und ohne Facettenschliff anbieten.

Unter dem Aspekt der Größe und des Gewichts wählen wir die geeignete Aufhängung. Sie muss stabil genug sein, um das Gewicht des Spiegels und des Rahmens zu halten.
Der Falz der Bilderleiste wird schwarz gefärbt, damit der Spiegel an den Rändern, nicht die oft unsaubere Innenkante des Rahmens spiegelt. (Siehe Foto – rechte Seite)

Spiegelrahmen-Muster

Udo Lindenberg – Ein Trio

Diese drei Mischtechniken von Udo Lindenberg wurden mit der Highline-Serie der Fa. Mittermeier-Leisten gerahmt. Die schlanke Rechteckleiste ist auf der Vorderseite silberfarben, und hat von Hand gewischte farbige Außenseiten.

Drei Unikate von Udo Lindenberg Frontalansicht
Damit die Bilder nicht zu unterschiedlich werden, sondern sich harmonisch zusammenfügen, wurde jeweils das gleiche Leistenprofil verwendet. Allerdings bekam jedes Bild eine andere Silber-Farbkombination.

Die Passepartoutfarbe ist bei allen dreien gleich damit nicht zu viel Unruhe entsteht. Das verwendete Museumsglas lässt die kräftigen Farben der Lindenberg-Unikate unverfälscht.
Bei der frontalen Ansicht fallen die unterschiedlichen Farben erst beim zweiten Blick auf.

Drei Mischtechniken von Udo Lindenberg jeweils farblich passend gerahmt
P.S. Die Kunsthandlung Langheinz zeigt vom 30.Oktober bis 26. November 2015 zahlreiche Unikate von Udo Lindenberg in einer Ausstellung. Weitere Informationen finden Sie hier: www.kunsthandlung-langheinz.de/Ausstellungen

Einrahmung zweier Skizzen…

Zwei Skizzen sollten mit weißem Rahmen eingerahmt werden. Um die Zusammengehörigkeit der beiden Zeichnungen zu betonen, wurden die Papiere auf die gleiche Größe beschnitten, und frei liegend mit etwas Abstand zum eigentlichen Passepartout in einen einzigen Ausschnitt platziert. Der Abstand von Bild zu Passepartout und der Abstand zwischen den beiden Bildern ist gleich groß. Das strahlt etwas mehr Ruhe aus, als verschieden große Abstände.

Einrahmung von zwei Skizzen in einen Rahmen
Abstände zwischen den Papieren und dem Passepartout sind gleich

Als Passepartoutfarbe wurde absichtlich eine kräftige und dunkle gewählt, um die Kontraste der Zeichnung zu verstärken und damit das Papier eine klare Abgrenzung zur restlichen Rahmung erhält.

Einrahmung von zwei Pastellen in einen Rahmen

Welches Glas ist das richtige für Ihr Bild? (3/3)

Museumsglas

Das Glas, das wir für Einrahmungen am häufigsten verwenden ist das sogenannte Museumsglas. (Bei unserem Musterbild in der Mitte)
Auch wenn verschiedenste Hersteller es unter unterschiedlichen Markennamen verkaufen, so hat sich doch als allgemeiner Name „Museumsglas“ eingebürgert.
Unser Museumsglas ist ein Weißglas. Es hat keinen grünlichen Stich, wie man das von normalem Glas her kennt.

Museumsglasscheiben
Museumsglasscheiben – Die Schnittkanten sind ganz klar

Dieses Weißglas wird nun mehrmals beidseitig beschichtet. Diese Beschichtung sorgt dafür, dass weniger als 1% Reflektion übrig bleibt. So kommt deutlich mehr Licht zum Bild, was dann wiederum die Farbwiedergabe verstärkt.
Unsere Kunden müssen das Museumsglas auf unserem Musterbild häufig anfassen, denn unter normalen Bedingungen sieht man gar nicht, dass hier Glas darauf ist. Und wo andere Gläser die Farben leicht abfälschen, gibt das Museumsglas die Farben ganz unverfälscht und natürlich wieder.
Das Museumsglas unseres Herstellers hat von Natur aus schon mehr als 70% UV-Schutz.
Es gibt aber auch Museumsglas mit nahezu 100% UV-Schutz.

Vor noch ca. 20 Jahren war das Museumsglas fast unbezahlbar und deshalb fast ausschließlich den Museen vorbehalten. Mit den Jahren haben sich die Herstellungsverfahren deutlich verbessert und durch die steigende Nachfrage kamen immer mehr Hersteller auf den Markt. So kostet das Museumsglas (mitte) zwar immer noch deutlich mehr, als das Normale (links) oder das Refloglas (rechts), bleibt aber doch bezahlbar.

Bild mit drei verschiedenen Glassorten im Vergleich
Links: Normalglas | Mitte: Museumsglas | Rechts: Refloglas

Egal welches Papierbild Sie einrahmen lassen möchten, lassen Sie sich auf jeden Fall alle Glassorten zeigen. Wir haben neben unserm Glasmuster (siehe Bild oben) von jedem Glas eine Muster-Scheibe parat, die wir auf das Kundenbild auflegen können. Denn je nach Farbzusammenstellung und Farbintensität der Bilder kann der Effekt der verschiedenen Bildergläser doch sehr unterschiedlich sein.

Welches Glas ist das richtige für Ihr Bild? (2/3)

Das Refloglas

Wenn man bei der Einrahmung keine Spiegelungen möchte, kann man auf das sogenannte Refloglas  umschwenken. (Bei unserem Musterbild ganz rechts)

Dieses Glas ist (bei uns zumindest) nur auf einer Seite geätzt, das heißt angeraut. Dadurch entsteht eine matte Oberfläche, die das einfallende Licht zerstreut zurückwirft. So werden Spiegelungen deutlich vermindert. Der Nachteil bei einer Rahmung mit Refloglas ist, dass das Bild etwas stumpfer wirkt und an Schärfe verliert. Gerade, wenn man mit einem Passepartout den Abstand von Bild zu Glas vergrößert, wird dieser negative Effekt noch verstärkt.

Bild mit drei verschiedenen Glassorten im Vergleich
Verschiedene Glassorten im Vergleich

Allerdings gibt es aber Einsatzmöglichkeiten, bei denen gerade dieser negative Effekt sich ins Positive umkehrt. So verwenden wir es zum Beispiel gerne für Stickereien oder andere Stoffarbeiten, denn die matte Oberseite des Refloglases erhält die Wirkung der rauen Stoffoberfläche.
Auch bei Schwarz-Weiß-Fotos kann das Refloglas die Körnigkeit eines Fotos positiv unterstützen.

Welches Glas ist das richtige für Ihr Bild? (1/3)

Das normale Glas

Radierungen, Lithografien, Zeichnungen, Pastelle, Aquarelle, Gouachen….sie alle haben etwas gemeinsam. Sie sind auf Papier und müssen deshalb hinter Glas gerahmt werden. In diesem und in den folgenden Beiträgen werde ich auf die Unterschiede der verschiedenen Bildergläser eingehen:

Bild mit drei verschiedenen Glassorten im Vergleich
Glassorten im Vergleich: Links=Normalglas;  Mitte=Museumsglas;  Rechts=Refloglas

Normalglas (Im Musterbild links)
Zunächst einmal möchte ich kurz das Floatglas vorstellen.
Das Floatglas kennt eigentlich jeder als Normalglas. Es ist nicht entspiegelt und kann je nach Beleuchtung oder Fenstersituation mehr oder weniger stark spiegeln. Dieses Glas ist das kostengünstigste und bietet keinen besonderen UV-Schutz.

 

Schnittkanten von normalem Glas
Schnittkanten von normalem Glas

Wenn man seitlich die Schnittkanten betrachtet sieht man eine leichte grünliche Färbung, die aber erst im direkten Vergleich mit besonders behandelten enspiegelten Gläsern auffällt.

 

Rund ist nicht gleich rund

Die Bronzene Verdienstplakette (entworfen von Professor Hermann Geibel *1889; gest. 1972) wird von der Stadt Darmstadt an Menschen verliehen, die besondere wirtschaftliche, politische, künstlerische oder andere gemeinnützige Leistungen für die Stadt Darmstadt oder darüber hinaus vollbracht haben.

Bronzeplakette vor der Einrahmung mit Passepartoumuster und Rahmenmuster
Bronzeplakette vor der Einrahmung

Die Plakette konnte nicht auf den Unterlegkarton befestigt werden, da die Rückseite auch eine Beschriftung trägt und nicht beeinträchtigt werden sollte. Deshalb haben wir uns für einen Passepartoutkarton mit einem runden Ausschnitt entschieden. Da die Plakette nicht gleichmäßig rund war, konnte das Passepartout nicht maschinell geschnitten werden. Stattdessen haben wir den Karton von Hand genau nach dem Umriss der Plakette geschnitten. Somit war die Bronzescheibe im Karton „versenkt“ und hatte von den Schnittkanten genug Halt um nicht heraus zu fallen

Ein kleiner Abstandshalter gibt genügend Luftraum, damit das Glas nicht auf dem Objekt aufliegt.

Bronzeplakette fertig gerahmt mit Passepartout und braunem Holzrahmen
Bronzeplakette fertig eingerahmt

Kindheitserinnerungen erhalten

Bilder müssen nicht viel kosten, um wertvoll zu sein. Für Eltern sind die ersten malerischen Werke der eigenen Kinder oft viel wertvoller als ein original Gemälde eines bekannten Künstlers.

Speisekarte vor der Einrahmung
Speisekarte vor der Einrahmung

So bekamen wir den Auftrag die von ihren beiden Kindern selbst gemalte Liste an Lieblingsspeisen einzurahmen.Die Karte hing mit Tesafilm befestigt über Jahre hinweg ohne besonderen Schutz in der Wohnung. Die Kinder sind mittlerweile erwachsen und die schon etwas mitgenommene Liste sollte mit einer schönen Rahmung gewürdigt werden. Auch, damit sie nicht noch mehr Schaden nimmt.
Die Kinder haben das ganze Papier bis zum Rand bemalt, weswegen wir uns nicht für ein klassisches Passepartout entschieden haben, sondern für eine sogenannte freiliegende Einrahmung.

Das kleine Kunstwerk haben wir mit einem roten Passepartoutkarton unterlegt, so ist der Papierrand klar zu sehen. Darauf liegt mit etwa 5mm Abstand zum Bild das cremige Passepartout. Mit dem Rahmen griffen wir nochmal die Farbe des Kartons mit auf, was den schwarzen Bilderrahmen nicht so streng wirken lässt. Das Museumsglas schützt einerseits vor Dreck und Schmutz und andererseits vor schädlichen UV-Strahlen.

Speisekarte mit Passepartout und Museumsglas gerahmt
Speisekarte mit Passepartout und Museumsglas gerahmt

So eingerahmt kann das geliebte Kunstwerk der Kinder noch viele weitere Jahre unbeschadet überstehen.

 

Stickerei zwischen zwei Gläsern

Wie Glas Bilder zum Schweben bringt.

Stickerei zwischen zwei Glasscheiben gerahmt
Stickerei zwischen zwei Glasscheiben gerahmt

 

Diese filigrane Stoffarbeit sollte zwischen zwei Gläsern gerahmt werden, damit die feinen gestickten Durchbrüche im Stoff gut zur Geltung kommen.  Diesen Effekt hätte man natürlich auch mit einem dunklen Hintergrund aus Passepartoutkarton erreichen können. Allerdings wirkt die Rahmung zwischen den Gläsern deutlich leichter und lässt die Stoffarbeit fast im Bilderrahmen schweben.

Der verzierte Rahmen betont die aufwändige Stickerei und bewirkt eine insgesamt eher romantische Ausstrahlung.

Je nach Wandfarbe, die hinter dem Bild verwendet wird, bekommt die Rahmung (dank der Glasscheiben) ein neues Gesicht. So passt sich dieser Bilderrahmen perfekt an die Gegebenheiten zu Hause an.